Thromboserisiko
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Thromboserisiko?

Thromboserisiko

Was du beim Verhütungsring beachten solltest

Du überlegst, den Verhütungsring zu nutzen oder bist schon Anwenderin? Prima, denn damit hast du dich für eine besonders flexible und praktische Art der Verhütung entschieden. Der Verhütungsring bietet dir einen genauso sicheren Schutz vor einer ungewollten Schwangerschaft wie die Pille, indem er hormonell wirkt. Einfach gesagt, verhindern die Hormone, dass während des Zyklus ein Ei heranreift und vom Eierstock in den Eileiter wandert. Weitere Infos dazu findest du hier.

Thromboserisiko? – Das musst du wissen

Einige Frauen machen sich Sorgen, dass sie durch die Verwendung hormoneller Verhütungsmittel ein erhöhtes Risiko haben, an einer sogenannten Thrombose zu erkranken. Dabei wissen die wenigsten, was sich eigentlich hinter dem Begriff verbirgt und wie hoch das Risiko ist, wirklich daran zu erkranken. Wir erklären es dir:

Eine Thrombose ist ein kleines Blutgerinnsel, das sich in einem Blutgefäß bilden und den Blutfluss behindern kann. Meist schafft es der Körper, ein solches Gerinnsel eigenständig wieder aufzulösen. Wenn nicht, kann eine Thrombose entstehen: Der Blutpfropf verstopft das Blutgefäß, sodass nur noch wenig Blut hindurchfließt, wodurch die Sauerstoffversorgung beeinträchtigt wird. Außerdem besteht die Gefahr, dass sich ein Teil des Pfropfens löst und mit dem Blutstrom in die Lunge wandert. Dort kann sich das Gerinnsel festsetzen und lebenswichtige Gefäße verschließen. Dass es soweit kommt ist aber – gerade bei jungen, gesunden Frauen – selten.

Was ist also dran an dem Gerücht, dass hormonelle Verhütung das Thromboserisiko stark erhöht? Es ist so: Das in vielen hormonellen Verhütungsmitteln vorhandene Östrogen kann die Blutgerinnung und die Klebrigkeit der Blutplättchen erhöhen: Das Blut wird zähflüssiger und kann schneller verklumpen. Das passiert aber nur in den seltensten Fällen. Und es sind nicht nur hormonelle Verhütungsmittel, die in seltenen Fällen ein Blutgerinnsel bedingen. Auch ganz natürliche Umstände wie z.B. eine Schwangerschaft können das Thromboserisiko um das 5-Fache erhöhen.

Diese schädlichen Einflüsse spielen eine Rolle

Ein ausgewogener Lebensstil ist grundsätzlich die beste Vorbeugung einer Thrombose. Beachtest du folgende Faktoren, ist ein Blutgerinnsel in der Regel unwahrscheinlich.

  • Rauchen: Don`t smoke - Zigaretten und Co. haben eigentlich nur negative Einflüsse. Sie schaden deiner Lunge, deinem Atem, deiner Haut, und vor allem deinen Gefäßen. In Verbindung mit hormoneller Verhütung erhöhst du damit das Risiko, dass eine Thrombose entsteht. Also am besten ganz weg mit dem Glimmstängel.

 

  • Sport: Hab den Körper, in dem du dich wohlfühlst – aber der dir auch gesundheitlich guttut. Ein BMI über 30 kann das Thromboserisiko zum Beispiel ebenfalls erhöhen. Regelmäßige Bewegung ist aber nicht nur wichtig für ein gesundes Gewicht, es stärkt zudem die Gefäße. Aber auch, wenn du ein paar Kilo mehr auf die Waage bringst, heißt das nicht, dass der Verhütungsring für dich nicht in Frage kommt. Lass dich von deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin dazu beraten.

 

  • Ernährung: Eine ausgewogene Ernährung hat zahlreiche positive Effekte auf deinen Körper. Achte besonders auf weniger Zucker und Fette. Sie beeinflussen die Blutfettwerte negativ. Sind diese erhöht, kann das ebenfalls eine Thrombose begünstigen.

 

Wenn du älter als 35 Jahre bist, bei dir schon mal ein Blutgerinnsel festgestellt worden ist, oder Familienmitglieder bereits eine Thrombose hatten, solltest du dich mit deinem Frauenarzt oder deiner Frauenärztin vorab beraten, ob eine hormonelle Verhütungsmethode für dich geeignet ist. Wenn du Schmerzen oder Druckgefühle in der Wade oder am Fußknöchel spürst, können das Anzeichen sein. Um das abzuklären ist ein Arztbesuch nötig.

 

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