Verhütung Armband
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Verhütung mit einem Armband – sicherer Schutz am Handgelenk?

Verhütung Armband

Wieso dich die Methode nicht zuverlässig vor einer Schwangerschaft schützt

Seit gut einem Jahr ist das Ava erhältlich. A-was? Ava ist eine Methode für die individuelle Zyklusbeobachtung: Kombiniert mit einer App zeigt es dir an, wann deine fruchtbaren Tage sind. Das dient in erster Linie dazu, den Zeitpunkt herauszufinden, an dem du die besten Chancen hast, schwanger zu werden. Außerdem kann das Armband Informationen über deinen Schlafrhythmus und Ruhepuls geben. Die langfristige Beobachtung dieser Werte soll dir ein besseres Gefühl für deinen Körper, insbesondere deinen Zyklus vermitteln.

Mehr Fruchtbarkeits-Planer, als Verhütungsmittel

Die Methode ist vor allem für Frauen und Paare mit Kinderwunsch passend. Doch einige Frauen, die nicht schwanger werden möchten und auf hormonelle Verhütung verzichten, nehmen an, dass das Ava Armband außerdem eine sichere Verhütungs-Alternative sei. Sie denken, dass sie nur in der fruchtbaren Zeit auf andere nicht-hormonelle Verhütungsmittel, wie z.B. ein Kondom, zurückgreifen müssen und, dass während der restlichen Zeit kein Risiko für eine ungewollte Schwangerschaft besteht. Wir erklären dir, warum diese Annahme nicht richtig ist.  

Berechnung alleine reicht nicht aus

Das Armband funktioniert in Kombination mit einer App, welche die gesammelten Daten auswertet. Dazu bringst du das Armband abends vor dem Schlafen an deinem nicht-dominanten Handgelenk an (Rechtshänderinnen tragen es am linken Arm und umgekehrt). Über Nacht werden dann neun verschiedene Parameter gemessen, deren kombinierten Werte dir deinen Zykluspunkt berechnen sollen – z.B. Hauttemperatur, Durchblutung und Herzfrequenz. Die fruchtbaren Tage sollen mit diesem System sehr früh erkannt, angekündigt und langfristig berechnet werden. Im Vergleich zu anderen Methoden wie der Temperaturmessung oder Urinproben, können Armband und App die fruchtbaren Tage recht präzise berechnen. Aber die Vorgänge in deinem Körper können nicht nur mit reiner Mathematik vorhergesehen werden. Denn dein Zyklus kann durch andere Faktoren beeinflusst und verändert werden: Stress, wenig Schlaf und Krankheiten können deinen inneren Rhythmus durcheinanderbringen.

Weitere Fehler bei der Anwendung

Neben den biologischen Schwankungen in deinem Körper, spielen auch die typischen Anwendungsfehler beim Ava-Armband eine wesentliche Rolle beim Thema (Un-)Sicherheit. Zum einen ist es nötig, das Armband jede Nacht mindestens vier Stunden am Handgelenk zu tragen. Dort muss der Sensor auch unbedingt fest anliegen und darf nicht zu locker angebracht werden, oder verrutschen. Außerdem musst du das Armband ungefähr jeden zweiten Tag aufladen, damit der Akku durchhält und deine Daten zuverlässig gemessen werden. Deine Daten solltest du bestenfalls jeden Tag, spätestens aber alle drei Tage mit der App synchronisieren, da sie sonst gelöscht werden – nicht immer einfach, wenn der Alltag mal etwas trubeliger ist.

Hormonelle Verhütung bleibt die sicherste Methode

Wenn du dich vor einer ungewollten Schwangerschaft schützen möchtest, dann ist die Verhütung mit Hormonen die zuverlässigste Methode. Heutzutage gibt es viele verschiedene Verhütungsmittel mit unterschiedlichen Hormonzusammensetzungen und -Dosierungen, die auf die individuellen Bedürfnisse von Frauen abgestimmt sind. Neben der klassischen Pille gibt es beispielsweise den Verhütungsring, der viele Vorteile mit sich bringt. Hier kannst du alles darüber nachlesen.

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